Der Historische Kompromiss

Kleine Diskussionveranstaltung zum

Historischen Kompromiss

Inputreferat: Werner  Hager

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1.7. 2010 19 Uhr

im Chico Mendes

Pontstraße 74-76,
Aachen

Warum ausgerechnet der Historische Kompromiss?

Einige Ältere erinnern sich vielleicht noch an den Mord an Aldo Moro 1978 durch die roten Brigaden. Doch warum wurde er eigentlich entführt und anschließend ermordert?

In Anschluss an die Staatsableitungsdebatte des letzten Seminarwochenendes soll thematisiert werden, welches Politikmodell der Historische Kompromiss eigentlich vertrat, warum dieser als so gefährlich angesehen wurde, dass die NATO-Geheimarmee Gladio die Verhinderung einer Regierungsbeteiligung der KPI sogar durch Terroranschläge auf ihre Agenda setzte.

Auch auf die heutige Zeit bezogen sind diese Diskussionen wesentlich. Im historischen Kompromiss begann die Diskussion um eine Transformation des kapitalistischen Blockes. Hierbei handelt es sich um Kategorien des italienischen Marxisten Antonio Gramsci, die die KPI prägten. Heute wird Transformation als neues Paradigma statt Reform und Revolution verwendet. Doch was heißt dies, wie soll der Kapitalismus überwunden werden? Bzw. ging es überhaupt hierum?

Die Tätigkeit von Gladio in dieser Zeit eröffnet auch die überfällige Debatte über die NATO. Im kalten Krieg handelte es sich zumindestens formal noch um eine Verteidigungsarmee. Der zumindestens rechtliche Umbau in eine Interventionsarmee ist mittlerweile abgeschlossen, mittlerweile rückt die Aufstandsbekämpfung in den militärischen Fokus. Welche Konsequenzen können wir aus der Existenz von Gladio und ihrer Kommandostruktur ziehen?

Plakat

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